Frühlingserwachen

Was es heißt, jung zu sein ...

Wedekinds „Frühlings Erwachen“ in einer Inszenierung des Theater am KHG


Frank Wedekind veröffentlichte mit „Frühlings Erwachen“ 1891 ein Skandalstück, das nicht umsonst erst 15 Jahre später uraufgeführt wurde, und das nur zensiert. Weitere 12 Jahre dauerte es dann immerhin noch bis zur ersten ungekürzten Aufführung.

Es geht in diesem Drama vor allem um Einzelschicksale von Jugendlichen. Die Eltern finden keinen Draht zu ihnen, von den Lehrern ist erst recht keine Hilfe zu erwarten, und auch untereinander – wen wundert das unter diesen Bedingungen – können sie sich nicht recht verständigen. Mit ihren Problemen, ihren Gefühlen und der sich entwickelnden Sexualität sehen  sie sich allein gelassen und scheitern nicht selten. Wedekind sah sein Stück als „Kindertragödie“, versah es  aber durchaus mit komischen und satirischen Passagen. Am Schluss zeigt er aus seiner Sicht eine positive Alternative zum Scheitern auf: Das Leben ist also nicht nur konfliktreich und schwierig, sondern durchaus auch lustig und lustvoll.

Die Aufführung des Theater am KHG bringt alle Szenen des Dramas auf die Bühne. Die Texte werden durch einige Lieder des Autorenduos Ehrhard/Schweder ergänzt und illustriert. Heutigen Eltern und Lehrern werden die Charaktere aus dem 19. Jh. sicher nicht gerecht. Und doch: Die Probleme mangelnder Kommunikation und fehlenden Verständnisses, die Auswirkungen von Leistungsdruck.und Selektion kann man in anderen Erscheinungsformen auch in unserer heutigen Gesellschaft  beobachten. Die Identifikation der jugendlichen Schauspieler, auf deren Wunsch hin dieses Stück ausgewählt wurde, zeigt seine bis heute anhaltende Aktualität.


Die Aufführungen finden statt am Freitag, 19.6., und Montag, 22.6., jeweils um 19.30 Uhr (Ende gegen 22.00 Uhr). Einlass ist ab 19.00 Uhr. Karten zum Preis von 4 Euro (AK 5) für Schüler und 6 Euro (AK 7) für Erwachsene können ab Mo., 15. 6. in den großen Pausen an der Cafeteria erworben werden.

Die Besetzung findet sich hier.

Ansprechpartner für weitere Informationen: Herr Bergs