Bildungs- und Erziehungsvereinbarung
Papier ist geduldig und könnte schnell wieder in Vergessenheit geraten. Um dieses zu verhindern und genau das Gegenteil zu erreichen, dass die Regeln nämlich verbindlicher als bisher im Gespräch sind und eingehalten werden, wird der Brief an die jeweils neu kommenden Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen ausgeteilt. Die Unterschrift wird bestätigen, dass er auch wirklich gelesen wurde, er wird in Orientierungsstunden Gegenstand des Gesprächs zwischen Schülern und Klassenlehrer und auf einer der Elternversammlungen in Klasse 5 auch im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen Lehrern und Eltern sein. Wir werden Erfahrungen sammeln und dann überlegen, ob es Sinn macht, für die älteren Schülerinnen und Schüler und deren Eltern das (eigentlich) Selbstverständliche entsprechend zu Papier zu bringen.
STÄDTISCHES KONRAD-HERESBACH-GYMNASIUM METTMANN
Bildungs- und Erziehungsvereinbarung
Sehr geehrte Eltern,
unsere Schule hat sich in übereinstimmung mit den Richtlinien und Lehrplänen und im Konsens mit allen Gremien, in denen auch Schüler und Eltern vertreten sind, folgende Ziele für ihre Bildungs- und Erziehungsarbeit gesetzt: Es ist uns wichtig, den Schülerinnen und Schülern ein solides Fachwissen zu vermitteln, sie darüber hinaus aber auch zu Werten zu erziehen, die sich in Begriffen wie Selbstverantwortung, Kritikfähigkeit, Verlässlichkeit, Toleranz, Kooperationsbereitschaft und Solidarität zusammenfassen lassen. Wir sind uns bewusst, dass diese Ziele nur erreichbar sind, wenn alle drei am Schulgeschehen beteiligten Gruppen - Schüler, Lehrer und Eltern - ihren Beitrag dazu leisten.Die derzeitige Schulwirklichkeit in einer sich sehr schnell und grundlegend wandelnden Gesellschaft ist gekennzeichnet durch eine Reihe von Problemen und Unsicherheiten - Defizite im Arbeitsverhalten vieler Schülerinnen und Schüler, Veränderungen des Erziehungsverständnisses in Elternhaus und Schule sowie Orientierungsprobleme im sozialen Umgang der beteiligten Gruppen. Dies hat den Wunsch nach Diskussion und Verabredung von Erziehungs- und Verhaltenszielen entstehen lassen. Wir haben daher im Folgenden Aspekte fixiert, die uns im Interesse optimaler Lernergebnisse der Schüler und eines für alle förderlichen Schulklimas wichtig erscheinen. Die vorliegenden Vereinbarungen sollen als eine Basis für den Prozess gegenseitiger Verständigung und Kommunikation angesehen werden.Wir versichern Ihnen, dass wir uns bemühen werden, die angegebenen Regeln einzuhalten, und bitten Sie, diese mit Ihrem Kind zu lesen, zu besprechen und durch Ihre Unterschrift und die Ihres Kindes Kenntnisnahme und Bereitschaft zu bestätigen, sich aktiv für die Verwirklichung dieses pädagogischen Konzepts einzusetzen.
Erfahrungsgemäß ist die Voraussetzung für ein erfolgreiches Schulgeschehen,
dass Schülerinnen und Schüler
im Rahmen der eigenen Möglichkeiten im Unterricht aktiv mitarbeiten und Leistungsbereitschaft zeigen
pünktlich zum Unterricht erscheinen
den Klassenraum und das Schulgelände sauber halten
mit Unterrichtsmaterialien, Medien und den ausgeliehenen Büchern pfleglich umgehen,
regelmäßig und aufmerksam am Unterricht teilnehmen, d.h. zum Beispiel auch Essen, Trinken und Kaugummikauen unterlassen
Hausaufgaben regelmäßig, selbständig und sorgfältig erledigen
Lehrern mit Höflichkeit und Respekt begegnen und Kritik in angemessener Weise äußern
Schwierigkeiten offen mit den Lehrern besprechen und gegebenenfalls den Vermittlungsausschuss anrufen
keinerlei Gewalt anwenden, sondern gegebenenfalls die Streitschlichtung nutzen
auf Mitschüler Rücksicht nehmen und sich für Schwächere einsetzen
Beiträge von Schülern, Eltern und Lehrern zum Schulleben anerkennen
sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten für das Schulleben einsetzen die Schulordnung einhalten
dass Eltern dafür sorgen,
dass das Kind die Schule regelmäßig und pünktlich besucht
sicherstellen, dass das Kind ausgeliehene Bücher und anvertraute Materialien pfleglich behandelt
gewährleisten, dass das Kind am Nachmittag einen ruhigen Arbeitsplatz und genügend Zeit für die Erledigung der Hausaufgaben hat
darauf achten, dass das Kind seine Hausaufgaben regelmäßig und selbständig erledigt, und es gegebenenfalls dazu anhalten
Interesse zeigen an den schulischen Leistungen und der zunehmenden Selbständigkeit des Kindes
für schulische Probleme des Kindes jederzeit ansprechbar sind
regelmäßigen Kontakt zu den Lehrern halten (Elternsprechtage, Sprechstunden)
Lehrern mit Höflichkeit und Respekt begegnen und Kritik in angemessener Weise äußern
die Schule in ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag unterstützen, vor allem wenn bei dem eigenen Kind Probleme auftreten
im Rahmen der eigenen Möglichkeiten am Schulleben und an den Mitwirkungsorganen teilnehmen (Pflegschaftssitzungen Informationsveranstaltungen, Lektüre der Schulzeitung, Feste usw.),
dass Lehrerinnen und Lehrer
ihren Unterricht sach- und schülergerecht vorbereiten
den Unterricht pünktlich beginnen
Hausaufgaben deutlich und klar formulieren, gegebenenfalls mit Kollegen absprechen und auch nachprüfen
sich innerhalb des Kollegiums über Anforderungen abstimmen
sich um objektive und jederzeit transparente Notengebung bemühen
die Gruppenkonstellation innerhalb einer Klasse wichtig nehmen und sich um ein gutes Klassenklima bemühen
positive Leistungen der Schüler würdigen und erforderliche Kritik in konstruktiver Weise äußern
sich für fachliche und persönliche Probleme der Schüler öffnen
bei erkennbaren Schwächen Anregungen zu deren überwindung geben
grundsätzlich zu Gesprächen mit den Erziehungsberechtigten bereit sind und auch für Berufstätige Möglichkeiten eröffnen
Schülern und Eltern mit Höflichkeit und Respekt begegnen.