Schulgeschichte

           
           
1857 1901 1904 1932 1962 heute
           

 

Obwohl am Konrad-Heresbach-Gymnasium im Jahre 2004 der 100jährige Geburtstag mit einem großen Schulfest begangen wurde, beginnt die eigentliche Schulgeschichte bereits deutlich früher und das Jahr 1904 markiert nichts anderes als die Anerkennung als öffentliche Anstalt durch die preußische Schulbehörde.

Tatsächlich gegründet wurde die Schule im Jahre 1857 als Privatschule der evangelischen Kirchengemeinde. Anfangs unterrichtete nur ein Lehrer die 20 Schüler aber bereits in den Jahren bis 1869 wuchs die Schule auf vier Klassen an und wurde als öffentliche höhere Lehranstalt anerkannt. Aus finanziellen Gründen wurde sie jedoch 1885 in eine Privatschule zurückverwandelt, mit der Folge, dass sich die Schülerzahl halbierte. Erst nach 1900 besserte sich die konjunkturelle Lage und Mettmann konnte sich unter dem Druck der durch die umgebenden Städte gebauten Real- und Oberschulen gegründeten Schulen nicht weiter wiedersetzen und übernahm die Schule.

In den kommenden Jahren wuchs die Schule weiter und überstand auch die Wirren des ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik. Nach Jahren des Provisoriums zog die Schule im Jahre 1926 in das alte preußische Lehrerseminar, das heutige Rathaus. Parallel zur höheren Jungenschule existierte in Mettmann eine höhere Mädchenschule, die 1932 in das aus der Jungenschule neu geschaffene Gymnasium eingegliedert wurde. Im Jahre 1935 wurde erstmals ein Abiturzeugnis vergeben.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde 1938 aus der höheren Schule wieder eine Oberschule für Jungen und die Mädchen wurden in den hauswirtschaftlichen Zweig verwiesen. 1943 zog die Schule in das große Gebäude an der Neanderstraße umziehen und verblieb dort für fast zwanzig Jahre.

Nach dem Krieg wuchs die Schule kontinuierlich und das Schulgebäude wurde schnell zu klein. Seit Mitte der 50er Jahre wurde deshalb ein neues Schulgebäude geplant und 1962 fertiggestellt. Mit dem Umzug in das neue Gebäude erhielt das Gymnasium auch seinen heutigen Namen. Aber auch das neue Gebäude wurde schnell zu klein, so dass bereits 1966/67 der Neubau auf dem Schulhof und die zweite Turnhalle notwendig geworden waren. Bereits zwei Jahre zuvor war das Gebäude um den Anbau am heutigen Lehrerparkplatz erweitert worden um die Aufgabe Realschüler aus dem Kreis Mettmann in besonderen Klasse auf das Abitur vorzubereiten gerecht werden zu können.

Die folgenden Jahre waren gekennzeichnet von den Konflikten der 68er, der Schulreform mit der reformierten Oberstufe und einer ständig steigenden Schülerzahl. Ab 1980 sanken die Schülerzahlen dann wieder deutlich. 1988 entstand die bis heute bestehende Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium.

Im Rahmen der Umstellung von des neunjährigen Gymnasiums auf den achtjährigen Bildungsgang veränderte sich Schule sehr deutlich. Durch den hinzukommenden Nachmittagsunterricht wurde eine Mensa erforderlich, die im Jahre 2011 eröffnet werden konnt.