Konfliktbearbeitung

Was sehen Sie? Eine Vase? Einen Pokal? Oder zwei Gesichter im Profil? Was davon ist richtig? Was ist falsch?

Die unterschiedlichen Wahrnehmungsmöglichkeiten, die an diesem simplen Beispiel deutlich werden, erleben wir in der Schule tagtäglich. Und daraus entstehen manchmal Missverständnisse und Konflikte:

Der Schüler beklagt sich über den langweiligen Unterricht, der Lehrer beschwert sich über den störenden Schüler.Die Jungen einer Klasse, die in der Minderheit sind, beklagen sich darüber, dass sie sich mit ihren Vorschlägen nie durchsetzen könnten; die Mitschülerinnen greifen die Jungen an, dass sie ja nie richtige Vorschläge machten und wenig Initiative zeigten.Schülerin A beschwert sich, dass die Schülerinnen B und C mit ihr im Schullandheim nicht ein Zimmer teilen wollen; die zwei anderenkritisieren, dass Schülerin A immer ihren Kopf durchsetzen will und keine Rücksicht nimmt.

Wir haben an unserer Schule bei diesen vielen, mehr oder weniger kleinen täglichen Konflikten immer auf das Gespräch gesetzt, um die unterschiedlichen Wahrnehmungen zu klären und um Missverständnisse auszuräumen.Seit einigen Jahren versuchen wir jedoch verstärkt - dem Zeitgeist entsprechend - Hilfestellungen, institutionelle Möglichkeiten bei der Konfliktbearbeitung zu schaffen.